Lallinger Winkel Bild
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Tourist-Info Lallinger Winkel - Bayerischer Wald - Hauptstraße 17 - 94551 Lalling - Telefon 09904/374 - Fax 09904/7279 - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann. - Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.

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Obstland Lallinger Winkel


Auf der Sonnenseite des Bayerischen Waldes liegt das Lallinger Tal, von drei Seiten durch die Bayerwald-Höhen abgeschirmt und nur nach Süden offen. Es ist bekannt für seine Obstwiesen und seine Obstbaumzucht. Apfelbäume von hier gingen bereits in alle Welt.

Deshalb ist der Lallinger Winkel zur Zeit der Baumblüte ein weißes Paradies. Im Herbst locken dann die Obstmärkte der Direktvermarkter viele Gäste an.   
 
1. Das Obstland Lallinger Winkel
Der Lallinger Winkel wird auch "Obstschüssel des Bayerischen Waldes" genannt. In den großen Streuobstgärten inmitten der vielen kleinen Dörfer des als Vorgarten des Nationalparks bekannten und landschaftlich sehr reizvollen Gebietes "Lallinger Winkel" wächst schmackhaftes Obst. Es gibt hier eine große Sortenvielfalt und vor allen Dingen noch ganz alte Sorten.
Das milde Klima verdankt die Region seiner geographischen Lage, ein von drei Seiten mit Bergen umgebenes Hochtal, das nur nach Süden zur Donauebene offen ist. Die günstigen klimatischen Bedingungen ließen dieses Gebiet zum Obstgarten auf der Sonnenseite des Bayerischen Waldes werden und zieht vor allem Wanderer, Naturfreunde und Familien mit Kindern in ihren Bann.

Im Lallinger Winkel gibt es keine großen Bauernhöfe oder gar landwirtschaftliche "Produktfabriken" wie vielfach angenommen wird, sondern nur kleine Landwirte und Obstbauern. Von vielen kann man am Baum ausgereiftes und ungespritztes Obst direkt ab Hof erwerben.

 

2. Rund ums Streuobst

Was ist Streuobst?
Unter Streuobst versteht man großwüchsige Bäume verschiedener Obstarten, Sorten und Altersstufen, die in Gärten, an Ortsrändern, auf Feldern, Wiesen und Weiden stehen und den Eindruck vermitteln, als ob sie zufällig in die Landschaft "gestreut" seien. Die typische Baumform des Streuobstanbaues ist der Hochstamm.
Zum Streuobst zählen Einzelbäume, kleinere Obstbaumgruppen, Baumreihen entlang von Wegen oder Grenzrainen und flächenhafte, extensiv genutzte Anlagen mit regelmäßigen, aber weiten Pflanzabständen, die man als Streuobstwiesen bezeichnet.

Die vielfältige Bedeutung der Streuobstwiesen:

•  Regionaltypisches, landschaftsprägendes Element unserer Kulturlandschaft

•  Artenreicher und ökologisch wertvoller Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere, Biotopverbund

•  Lieferant für Frischobst und Rohstoff für Saft, Most und für viele andere regionaltypische Produkte wie Dörrobst und Spirituosen

•  Erhaltung der Sortenvielfalt altbewährter Obstsorten als Kulturgut, als Genreservoir und zur Geschmacksvielfalt

•  Erholungswirkung durch die Vielfalt des Landschaftsbildes im Wechsel der Jahreszeiten

•  Klimaausgleich, Schutz für Boden- und Wasserhaushalt

 

3. Der Streuobstanbau im Lallinger Winkel

Der Streuobstanbau gehört zu den ältesten landwirtschaftlichen Kulturformen in Niederbayern. Im 8. Jahrhundert wurde das Gebiet dem Kloster Niederalteich zur Besiedelung übereignet. Die Mönche erkannten bald die klimatisch günstigen Bedingungen für den gedeihlichen Obstanbau und brachten Äpfel, Birnen und Pfirsiche in die Siedlerstellen.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts war der Ruf des Lallinger Winkels als Obstschüssel des Bayerischen Waldes weit über die Region hinaus bekannt.

Auch im Lallinger Winkel ließen Billigeinfuhren von Plantagenobst und damit Absatzschwierigkeiten für das ungespritzte heimische Obst, die Technisierung der Landwirtschaft und Rodungsprämien zu Beginn der 70er Jahre den Streuobstanbau schwinden. Die veränderten Wertvorstellungen in unserer Gesellschaft zu Natur und Umwelt haben dem Streuobstanbau aber wieder neue Chancen eröffnet. Die Initiative "Streuobstanbau über das Jahr 2000" hat der Obstanbauregion Lallinger Winkel Aufschwung gebracht, tausende Hochstammobstbäume wurden neu gepflanzt.

So prägen die Obstbäume heute wieder die bäuerliche Kulturlandschaft und die Dörfer des Lallinger Winkels und erfreuen Gäste und Einheimische gleichermaßen von der Blüte bis zur Ernte. Vom regionalem Qualitätsobst und den veredelten Obstköstlichkeiten wie Saft, Most, Brände und Liköre können sich die Besucher der Obst- und Apfelmärkte, beim Lallinger Mostfest oder direkt beim Obstbauern aus der Region überzeugen.

 

4. Obstsorten

Im Lallinger Winkel werden in Streuobstanbau hauptsächlich Apfel und Birne kultiviert, zudem in kleinerem Anteil Zwetschge, Walnuss und Kirsche.

Im Gegensatz zu Obstplantagen, in denen das Sortiment auf wenige Hochertragssorten beschränkt ist, finden sich in Streuobstbeständen meist eine Vielzahl von Sorten der einzelnen Obstarten. Die beachtliche Sortenvielfalt resultiert aus der Jahrhunderte langen Tradition des Obstanbaues. Landwirte, Lehrer, Pfarrer und andere Obstliebhaber selektierten Sorten, die besonders gut an die örtlichen Standortverhältnisse angepasst waren, dem Geschmack der Obstbesitzer entgegen kamen oder für die jeweilige Obstverwertung bestens geeignet waren.

Eine typische Lokalsorte für die Region und die Hauptsorte unter den Äpfeln ist

Fromms Goldrenette
- das Apfelgold aus dem Lallinger Winkel.

Wie der Name schon sagt, reifen die Früchte der Goldrenette zu saftigen goldgelben Äpfeln heran, die als Tafelapfel bei guter Lagerung bis März haltbar sind. Durch ihren würzigen, säuerlichen Geschmack bei ausreichendem Zuckergehalt und ihrem relativ hohem Ertrag hat sie bei den Obstbauern auch große Bedeutung bei der Apfelsaft- und Mosterzeugung.

Zu den altbewährten und traditionell angebauten Apfelsorten im Lallinger Winkel gehören ausserdem:

Dülmener Herbstrosenapfel
Rheinischer Bohnapfel
Sommermaschanzker (Tiroler)
Schöner aus Boskoop
Grafensteiner
Goldparmäne
Kaiser Wilhelm
und viele mehr.